Schmidt-Haus: Vom Ackerbauernhaus zum kleinen Kulturzentrum

Die Geschichte der Gebäude am Oberen Markt 4 lässt sich bis zum Jahr 1717 zurückverfolgen. Ursprünglich ein landwirtschaftliches Anwesen, wird das Söldnerhaus zum Heim des Künstlers Karl Schmidt-Wolfratshausen. Dieser gestaltet in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhundert das Haus um und gibt diesem sein prägnantes Erscheinungsbild. Seit 1975 ist es im Besitz der Stadt Nabburg und wird durch den Verein „Forum“ Nabburg für Vorträge und fröhliche Abende im Innenhof genutzt. 1995 gibt es dort erstmals die „Schmidtsommernächte“.

Die Sanierung des Komplexes durch die Stadt Nabburg im Jahre 2000 erlaubte nun eine vielfältige Nutzung. Im Obergeschoss entstand das „Schmidt-Museum“ und Räume für Sonderausstellungen, das Parterre bietet nun Platz für Geselligkeit. Das Forum betreibt das „Cafe Karl“ in Eigenregie, öffnet das Lokal abends von Mittwoch bis Samstag. Sonntags gibt es zu diversen Kaffee- und Teespezialitäten hausgemachte Kuchen und Torten.

Der ehemaligen Stall, später Garage plus Waschhaus, entpuppt sich laut dem unvergessenen Dieter Hildebrandt als ideales Gewölbe für Kleinkunst. „Ein Kabarettpublikum braucht einen möglichst engen Raum, wo nur sechzig Leute reinpassen, aber fünfundsechzig Leute drin sind.“ Hier hat sich mittlerweile ein Ort für viele Sparten der Kleinkunst entwickelt und lockt zahlreiche Besucher aus den größeren Städten der mittleren Oberpfalz an. Auch unter den Künstlern haben Nabburg und sein Schmidt-Haus inzwischen einen speziellen Ruf. Hier findet man ein offenes, interessiertes Publikum, besonders schätzt man die persönliche Nähe zu den Verantwortlichen und die Künstlerwohnung im Hause. Prominente wie Martina Schwarzmann, das „Anstalt“-Team Claus v. Wagner & Max Uthoff, waren schon häufig zu Gast, Sigi Zimmerschied gibt sich jährlich an zwei Abenden die Ehre und diverse Preisträger deutscher und internationaler Wettbewerbe traten schon auf der Minibühne im Schmidt-Haus auf.

Die Umgestaltung und Sanierung des heimeligen Innenhofs ermöglicht romantisch-lauschige Abende, erlaubt eine Weiterführung des Kulturprogramms im Sommer. Das Atrium ist eine feste Bühne für das Festival „tonart Nabburg“ bietet diverse Konzerte auch heimischer Musiker und wird 2019 Schauplatz für die 25. Ausgabe der „Schmidtsommernächte“

Die Arbeit im Schmidt-Haus, „eine sichere Adresse für jene, die Musik und Kabarett jenseits vom Mainstream schätzen“, wurde mit dem Kulturpreis der Stadt und dem „Zukunftspreis Kultur“ des Landkreises gewürdigt. Aktuelle Informationen bietet das Schmidt-Haus auf seiner Homepage www.schmidt-haus.com, über die auch ein persönlicher Newsletter bezogen werden kann.

Kontaktdaten

Schmidt Haus
Oberer Markt 4
92507 Nabburg

Telefon: 09433 202966
URL: https://www.schmidt-haus.com
E-Mail: info@schmidt-haus.com

Anfahrt

Veranstaltungen der Schmidt-Haus: Vom Ackerbauernhaus zum kleinen Kulturzentrum

Marco Tschirpke – Empirisch belegte Brötchen

Ob Gedicht oder Klavierlied – der Komiker Marco Tschirpke weiß sich kurzzufassen. Gespickt mit Verweisen auf Kunst und Geschichte, bedeutet ein Abend mit dem Gewinner des Deutschen Kleinkunstpreises 2018 vor allem ein intellektuelles Vergnügen. Wie er das Heute mit dem … Weiterlesen

Sigi Zimmerschied – „Heil – vom Koma zum Amok“

Sigi Heil feiert seinen fünfundsechzigsten Geburtstag.Allein.Glückwunschkarten bleiben aus, das Telefon stumm, der Gabentisch leer.Nur ein kleines Couvert liegt auf dem Tisch.Noch ungeöffnet.Und Sigi tut das, was er ein Leben lang gemacht hat.Er zerquetscht eine Fliege und feiert sich selbst, spielt … Weiterlesen

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Organ Explosion

Jazz-Funk, New Orleans Es gibt ja nichts Neues auf der Welt, alles schon mal da gewesen. Die gute Nachricht: Alles kann neu zusammengesetzt und neu vergrooved werden. Und da sind wir bei Organ Explosion. Wohl wissend, dass man das Rad … Weiterlesen

HG Butzko – „Echt jetzt“

Unglaublich, aber wahr, in einem sind sich Wissenschaften und Religionen einig: Der Mensch lebt nur im „Hier und Jetzt“. Und in einem sind sie sich außerdem auch noch einig: Hantiert der Mensch am Smartphone oder Tablet rum, ist er in … Weiterlesen

Martin Großmann – „Best of Großmann“

Martin Großmann erhielt in diesem Jahr den Kabarettnobelpreis, den alternativen Kabarettoskar, die Plattlinger Zuckerrübe und die Danziger Ostseeschwalbe. In den letzten 22 Jahren schrieb Großmann 4286 Programme, was die unheimliche Schaffungskraft dieses Künstlers unter Beweis stellt. 6 Programme wurden dem … Weiterlesen

Severin Groebner – „Gut möglich“

Wo sehen Sie mich in den nächsten 50 Jahren? Ein Programm im Futur exact„Meine Zukunft ist so problematisch, dass sie mich selbst zu interessieren anfängt“ schrieb Georg Büchner 1835. Zwei Jahre später war er tot.Merke: Die Beschäftigung mit der Zukunft … Weiterlesen

Thomas Schreckenberger – „Hirn für alle.“

Oft hört man Sätze wie „Hätte ich nur mehr Geld!“ oder „Wäre ich nur schöner!“, aber kaum jemand wünscht sich „Ich wäre gern schlauer!“ Mein Haus! Mein Auto! Mein Boot! Das sind die Prioritäten unserer Zeit, aber wo bleibt der … Weiterlesen