Das Armida Quartett kommt nach Weiden

Das Armida Quartett glänzte schon 2012, als sie den ersten Preis bei dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD  gewannen. Und nicht nur das: Gekrönt wurden sie auch mit dem Publikumspreis uns sechs weiteren Sonderpreisen. Das junge Streichquartett aus Berlin hat eine steile Karriere hinter sich und ist noch weiter am aufsteigenden Ast. Konzerte im Rahmen der „Rising Stars“ führten zu europaweiten Erfolgen in den Musikmetropolen. Auch in Weiden durften wir das Armida Quartett 2014 erleben. Mit Begeisterung verfolgt der Förderkreis für Kammermusik den Aufstieg des erfolgreichen Ensembles, das sich gut in den Weidener Meisterkonzerten macht. Am 9. März 2017 ist es dann wieder soweit und wir können die Armidas erneut in Weiden empfangen.

Das Programm beginnt mit drei Sätzen aus Bachs berühmter Kunst der Fuge, dem Kompendium Bach`scher Fugenkunst. Darauf folgt eine wahre Rarität der Meisterwerke, selten gehört, aber dadurch nur umso mehr zu genießen: Sergei Prokofjews 2. Streichquartett op. 92. Das Stück wurde 1941 geschrieben, als sich Prokofjew während seines kriegsbedingten Aufenthalts in der kabardinischen Republik im Nordkaukasus befand. Sein Ziel war es, mit diesem Quartett die östliche Volkskunst der Kabardina in westlichen, klassischen Formen auszudrücken.

Zum krönenden Finale spielt das Armida Quartett Beethovens E-Moll Quartett op. 59,2, das mittlere von drei Quartetten. Es war einst dem Grafen Rasumowsky gewidmet. Das Streichquartett op. 59 wurde von den Zeitgenossen Beethovens auch das „Flickwerk eines Wahnsinnigen” genannt. Heute sind sie der Höhepunkt des Beethoven`schen Quartettschaffens. Die Länge der Stücke war damals sehr ungewöhnlich, vor allem auch die Ausdehnung des Adagio-Satzes und des Scherzos. Neue, ausgefallene Themen, die voller Ausdruck und mit Gefühl das Publikum bewegen und schließlich die „symphonische“ Faktur der Quartette brachten diesem Werk ihren unvergesslichen Ruf.  Eine besondere Leistung erbrachte Beethoven in diesem Meisterwerk mit der russischen Melodie, die im Trio des Scherzos versteckt ist. Es handelt sich dabei um ein Volkslied als Huldigung an den Auftraggeber, Graf Rasumowksy. Später liess Mussorgsky in seiner Oper Boris Godunow dasselbe Lied erklingen.

Ein Besuch lohnt sich für Liebhaber der klassischen Musik unbedingt und ist auch für neu Interessierte zu empfehlen. Einlass ist um 19.30 Uhr, Beginn um 20.00 Uhr. Eintrittskarten gibt es an den Vorverkaufsstellen von Oberpfalz Medien und hier bei NT-ticket

Besetzung:

Violine
Martin Funda
Johanna Staemmler

Viola
Teresa Schwamm

Cello
Peter-Philipp Staemmler

Komponist / Werk

Johann Sebastian Bach
3 Sätze aus Kunst der Fuge

Sergei Prokofjew
2. Streichquartett F-Dur, op. 92

Ludwig van Beethoven
Streichquartett e-Moll, op. 59/2